02/06/2026 0 Kommentare
Grußwort von Präses Bärbel Schoolmann (Frühjahr 2026)
Grußwort von Präses Bärbel Schoolmann (Frühjahr 2026)
# Kreissynoden: Referate und Predigten

Grußwort von Präses Bärbel Schoolmann (Frühjahr 2026)
6. Kreissynode Berlin-Neukölln, 1. Tagung im Frühjahr 2026
Eröffnungsrede der Präses Bärbel Schoolmann
Sehr geehrte Synodale, sehr geehrte Gäste, liebe Brüder und Schwestern,
heute begrüße ich sie zur 1. Tagung unserer 6.Synode. Die Gemeindekirchenräte sind gewählt und auch die neuen Synodalen, so dass wir heute die 6. Synode konstituieren und die erforderlichen Wahlen durchführen können. Für die nächsten sechs Jahre werden wir zusammenarbeiten und den Kirchenkreis Neukölln weiterentwickeln.
Die demokratische Verfassung unserer Kirche gibt zahlreiche Gelegenheiten sich zu engagieren und mitzuwirken. Dazu sind wir, die Synodalen, aufgefordert.
Die Neuwahl der Synodalen hat eine Reihe von neuen Gesichtern zu unseren Tagungen gebracht. Es wäre schön, wenn die „alten Hasen (und Häsinnen)“ sich ein wenig der Neuen annehmen könnten, um sie in unserer Arbeit zu begleiten. Selbstverständlich können sich alle bei Fragen oder mit Vorschlägen auch gern an die Mitglieder des Präsidiums wenden.
Nirgendwo bekommt man einen so breiten Überblick über die Arbeit im Kirchenkreis und in seinen Gemeinden, wie durch die Berichte und Themenschwerpunkte unserer Tagungen, offen und transparent.
Die Losung für das Jahr 2026 lautet: „Gott spricht: Siehe Ich mache alles neu!“. Das bedeutet Aufbruchstimmung, die Zusage für einen Neuanfang. Hoffnung und Zuversicht stecken darin und machen Mut. Das gilt für alle, besonders für diese neue Synode, die in neuer Zusammensetzung ihre Arbeit aufnimmt für ein gutes Miteinander in Neukölln.
Auch wenn unsere Welt gerade völlig anders tickt und mehr Unheil statt Glaube, Liebe, Hoffnung zeigt, so hat uns Jesus in seiner Bergpredigt mit den Seligpreisungen den Weg gewiesen, wie wir als Christen in der Gesellschaft wirken sollen.
Papst Franziskus bezeichnete sie in der Radioakademie von Radio Vatikan als den „Personalausweis“ eines jeden Christen.
Heinrich Fries, ein engagierter Theologe der Ökumenischen Bewegung des 20. Jahrhunderts, stellte den Seligpreisungen der Bergpredigt eine radikale Sicht der Welt gegenüber.
Er schrieb: Verraten sind die Armen, denn sie haben nichts einzubringen. Verraten sind die Sanftmütigen, denn sie werden an die Wand gedrückt. Verraten sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn Macht geht vor Recht und Geld regiert die Welt.“
Es klingt wie ein großes Aufgabenpaket, das wir Christen zu bearbeiten haben. Wir versuchen dies jeden Tag, in der Umgebung in der wir wirken können. Und wir schaffen etwas, was manchmal auch deutlich materiell sichtbar wird. Vor wenigen Wochen haben wir den Grundstein für die neue „Tee- und Wärmestube plus“ gelegt. Das Plus steht für Unterkunftsmöglichkeiten. Ein Zeugnis dafür, dass die Armen bei uns nicht verraten sind, sondern dass wir an Ihrer Seite stehen, wie auch an der Seite der Sanftmütigen und derer, die nach Gerechtigkeit dürsten.
Im September wird in Neukölln gewählt. Wir sollten die Kandidaten und Parteien auch daran messen, wie sie mit diesem großen Aufgabenpaket umgehen.
Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam mit großem Zusammenhalt daran arbeiten unsere Kirche weiter zukunftsorientiert zu verändern. Wenn wir dies nicht von innen tun, dann wird man sie von außen verändern. Wir sind da aber auf gutem Weg.
Möge der Segen des Herrn unsere Arbeit begleiten. Bleiben Sie behütet, mutig und achtsam.
Bärbel Schoolmann
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