Der evangelische Religionsunterricht an der Regenbogen-Schule findet in Kooperation mit dem Erzbistum Berlin statt. Durch das Teamteaching ist der Religionsunterricht (RU) abwechslungsreich und die Schülerinnen und Schüler lernen das evangelische sowie katholische Christentum in Einem kennen. So entsteht eine kulturelle Mischung im RU von Schülerinnen und Schülern der Herkunftsländer Deutschland, Polen, Frankreich, Serbien und dem Kontinent Afrika.

Unsere Themen sollen neben der Vermittlung religiösen Wissens und religiöser Empathie unseren Schülerinnen und Schülern den Blick in ihr Leben und auf ihre Mitmenschen öffnen. Dies geschieht, zum Beispiel, durch die anfänglichen Erzählrunden im RU.

Ausgewählte Themen des RU:

  • Identitätsbildung – „Wer bin ich und wo komme ich her?“
  • Jesus kennen und verstehen lernen
  • Die Feste des Christentums und ihre Bedeutung
  • Biografiearbeit
  • Die Wurzeln des Christentums u.v.m.

PRiiL – Projekt der Regenbogen-Schule für interreligiöses und interkulturelles Lernen

Entstanden ist das schulinterne Projekt aufgrund der im Schuljahr 2007/2008 sehr erfolgreichen Teilnahme an dem Wettbewerb „Trialog der Kulturen“ (Judentum, Christentum, Islam). In der weiteren Entwicklung entstand der Name PRiiL und der Humanismus kam als religionsunabhängige Weltanschauung hinzu.
Das Projekt verbindet die Theorie der Weltanschauungen mit der Praxis künstlerischen Arbeitens.

Der Unterricht findet vierteljährlich routierend in der vierten Jahrgangsstufe in allen Klassen statt.
Die Religionen sowie die humanistische Weltanschauung werden durch die entsprechenden Lehrkräfte vertreten. Dabei unterrichtet die evangelische Religionslehrerin Rita Schickle das Judentum, mit Hilfe einer Jüdin aufgrund des Mangels einer jüdischen Religionslehrerin, und Julia Look unterrichtet das Christentum.
In der Theorie geht es darum, die Religionen und Weltanschauungen neutral darzustellen um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in diese Lebens- und Glaubenswelt zu ermöglichen. Vertiefend besuchen wir gemeinsam die Gotteshäuser der Religionen.

Verbunden wird die theoretische Arbeit mit den verschiedenen Kunstrichtungen: Bildende Kunst, Musik, Theater/Tanz und bildhauerische Gestaltung.

Nach jedem Vierteljahr feiern wir unser „PRiiL Event“, bei dem die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit vorgestellt werden. Dazu sind alle Eltern immer herzlich eingeladen.

Soziales Lernen

„Eine Schule, in der Schülerinnen und Schüler vieler Nationen vertreten sind, verlangt in besonderem Maße soziale Kompetenzen. Das Erleben kultureller Unterschiede gehört zum Schulalltag. Für die Schülerinnen und Schüler sollen der friedliche und respektvolle Umgang miteinander sowie die Fähigkeit zur gewaltfreien Konfliktlösung selbstverständlich sein. Sie sollen die Vielfalt der Nationen als Bereicherung erfahren können und auf ihre Zukunft im zusammenwachsenden Europa vorbereitet sein.
Dafür müssen sie lernen, sich über kulturelle Differenzen hinweg zu verständigen, Konflikte friedlich beizulegen und schließlich Anderes und Fremdes als Erweiterung ihres persönlichen Horizontes zu begreifen.“

Im Sozialen Lernen arbeiten wir – die Religionslehrerinnen - im Klassenverband in Kooperation mit den KlassenlehrerInnen zusammen.

Eine Unterrichtsstunde wöchentlich erarbeiten wir im sogenannten Klassenrat die aktuelle Situation in der Klasse:

  • Wie geht es den Schülerinnen und Schülern?
  • Was gefällt mir in der Klasse? Was gefällt mir nicht?
  • Welche Konflikte herrschen in der Klasse? Wie können sie gelöst werden?

Außerdem werden Klassenregeln festgelegt, die Schulregeln und Verhaltensregeln bei Ausflügen besprochen sowie die Klassensprecher gewählt.

In einer weiteren Unterrichtsstunde wöchentlich werden soziale Themen anhand verschiedener Literatur und Ausarbeitungen behandelt und auf die Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler bezogen. Auch hier gilt – wie im RU – zunächst die Identitätsbildung der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Diese geschieht in den kleineren Jahrgangstufen u.a. mit den Geschichten

  • Das Kleine Ich bin Ich
  • Irgendwie anders
  • Frederick

(Foto: Regenbogenschule)