„Mit Gott ist das wie mit den Gropiuspassagen…
… es gibt viele Wege dorthin, aber das Ziel ist immer das gleiche.“ (Mehmet, 10 Jahre)

Deshalb ist der evangelische Religionsunterricht für alle Kinder der Wetzlar-Grundschule offen.

Er beschäftigt sich mit dem sperrigen Wort Weltanschauung, nämlich dem Betrachten der Welt. Genau dies tun wir im Religionsunterricht, wir schauen uns die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln an:

  • Wir tauschen uns aus
  • kommen ins Gespräch
  • erweitern unseren Horizont
  • hören wie andere sich diese Welt dachten oder denken. 
  • Wir beschäftigen uns mit den immer wieder gestellten Fragen nach dem Woher, Wozu und Wohin.

Während sich in der Schulanfangsphase der Unterricht eher an der Bedeutung der Feste im Kirchenjahr orientiert, entfalten sich die Themen im Laufe der Schuljahre gemäß dem Rahmenlehrplan.

Dies lässt sich anschaulich am Osterfest verdeutlichen. Zunächst geht es um die biblische Geschichte von Jesu Gefangennahme, Tod und Auferstehung, mit zunehmendem Alter der Kinder tritt die Bedeutung der Auferstehung als eine Vorstellung vom Überwinden des Todes in den Vordergrund.

Hier ist viel Platz und Zeit für den Austausch von Ideen über das, was nach dem Sterben kommt. Es gibt tiefgründige Gespräche über Trauer und ganz sachliche Anfragen darüber, wie das z.B.  bei einer Beerdigung eigentlich alles funktioniert.

Sie wären überrascht, wie sehr sich Kinder mit schwierigen Themen beschäftigen und wie wenig Raum sie oftmals haben, um darüber zu sprechen.

An dieser Stelle setzt nun das ein, was wir unter der Anschauung von Welt im besten Sinne verstehen:

  • Kinder erfahren was andere denken
  • sie hören welche Ideen dazu in unterschiedlichen Religionen zu finden sind und
  • sie erfahren, welche Bedeutung das Reden von Auferstehung für den christlichen Glauben hat.

Im Verlauf der nächsten Schuljahre erweitern sich diese Zusammenhänge. Es geht um das Verständnis  von Traditionen und Glauben, was hat z.B. das Ei mit Ostern zu tun und wieso heißt es überhaupt Jesus Christus? Die Schülerinnen und Schüler werden so in die Lage versetzt, ihre eigene Position zu finden und sich in kulturellen und religiösen Zusammenhängen zurecht zu finden.

Ein weiterer Schwerpunkt des evangelischen Religionsunterrichts ist die Beschäftigung mit dem Leben in einer Gemeinschaft zwischen Anpassung, Gemeinschaftssinn, Unabhängigkeit und Verantwortung. Menschliches Miteinander muss geübt, gestärkt und manchmal auch analysiert werden.

Dies geschieht durch die Auswahl der Themen und durch die Arbeitsformen im Religionsunterricht. Beides soll den Kindern Spaß machen, denn schließlich handelt es sich um ein freiwilliges Unterrichtsfach, dass attraktiv sein soll und dabei noch Wissen vermitteln möchte.

In den vergangenen Jahren hat sich der überwiegende Teil der Eltern der Wetzlar-Grundschule dafür entschieden, ihren Kindern die Teilnahme am Evangelischen Religionsunterricht zu ermöglichen.

So konnten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Ansichten und religiöse Hintergründe mit einbringen und gemeinsam voneinander lernen.


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