Erinnerung, die Mut macht: Gedenktafel für Arthur Rackwitz

Erinnerung, die Mut macht: Gedenktafel für Arthur Rackwitz

Erinnerung, die Mut macht: Gedenktafel für Arthur Rackwitz

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Erinnerung, die Mut macht: Gedenktafel für Arthur Rackwitz

Erinnerung, die Mut macht: Heute wurde an der Philipp-Melanchthon-Kirche eine Berliner Gedenktafel für Pfarrer Arthur Rackwitz enthüllt. Im Anschluss eröffnete der Evangelische Kirchenkreis Neukölln die Ausstellung „Evangelische Grenzgänger“, die an Rackwitz und seinen Amtsvorgänger Paul Piechowski erinnert.
Arthur Rackwitz war Pfarrer in Neukölln und ein Mensch mit außergewöhnlicher Zivilcourage. Als die Nationalsozialisten Menschen ausgrenzten und verfolgten, schwieg er nicht. Er widersprach offen antisemitischen Entscheidungen in seiner eigenen Kirche, half verfolgten Jüdinnen und Juden bei der Flucht, begleitete Menschen bis zu ihrer Deportation und gewährte dem Widerstandskämpfer Ernst von Harnack Unterschlupf. Dafür wurde er selbst verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau deportiert.

„Gut, dass wir uns an ihn erinnern. Gut, dass er uns erinnert“, sagte Generalsuperintendentin Dr. Julia Helmke. Sie würdigte einen Mann, der sich von Drohungen und Ausgrenzung nicht beirren ließ und dessen Leben von dem Wunsch geprägt war, Gottes Gerechtigkeit zu suchen und den Menschen zu dienen.
Superintendent Dr. Christian Nottmeier erinnerte daran, dass Rackwitz und Piechowski „Grenzgänger und Brückenbauer“ waren. Ihr Glaube zeigte sich nicht im Rückzug aus der Welt, sondern im Einsatz für Demokratie, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit. 

Die Ausstellung „Evangelische Grenzgänger“ erzählt ein heute wenig bekanntes Kapitel der Neuköllner Kirchengeschichte. Sie erinnert an Menschen, die Haltung bewiesen, als andere schwiegen und daran, dass Glaube und Verantwortung zusammengehören.

Erinnerung ist mehr als ein Blick zurück. Sie fragt uns, wie wir heute für Menschenwürde, Demokratie und Nächstenliebe einstehen.

Die Ausstellung in der Philipp-Melanchthon-Kirche, Kranoldstr. 16, Neukölln, ist Montag bis Freitag von 10-14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Hier können Sie die Laudation von Julia Helmke auf Arthur Rackwitz nachlesen:

Hier finden Sie einleitende Wort von Christian Nottmeier zur Ausstellung "Evangelische Grenzgänger":

Gemeinsam Staatssekretär Alexander Strassmeier enthüllten Julia Helmke und Christian Nottmeier die Gedenktafel.



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