Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus gelegt

Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus gelegt

Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus gelegt

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Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus gelegt

Elke Büdenbender, Franziska Giffey und Martin Hikel waren dabei, als heute der Grundstein für die Tee- und Wärmestube Plus gelegt wurde – ein wichtiger Schritt, um ein bewährtes Hilfsangebot zu sichern und weiterzuentwickeln. „Heute legen wir hier ein Fundament aus Beton“, so Elke Büdenbender, „aber auch ein Fundament aus Verantwortung und Solidarität“.

Die Tee- und Wärmestube Plus soll die Arbeit der bisherigen Tee- und Wärmestube Neukölln fortführen. Sie ist seit 40 Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die von Armut, Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen sind. Täglich finden sie dort warme Mahlzeiten, Waschmöglichkeiten, eine Kleiderkammer sowie professionelle Beratung und verlässliche Begleitung. Da der Mietvertrag für die bisherigen Räume in der Weisestraße nicht verlängert wurde, haben sich der Evangelische Kirchenkreis Neukölln und das Diakoniewerk Simeon entschieden, diese wichtige Arbeit dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Der Neubau entsteht auf kirchlichem Grundstück in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort.

„Angesichts wachsender Armut und steigender Wohnungslosigkeit ist es uns als Kirche ein Anliegen, hier in Nord-Neukölln präsent zu bleiben und die sozial-diakonische Arbeit auszubauen“, sagte Superintendent Dr. Christian Nottmeier. „Mit der Tee- und Wärmestube Plus entsteht ein Ort der Würde und der Teilhabe – mitten im Schillerkiez. Er soll Menschen stärken, statt sie weiter zu verdrängen“.

Der Neubau wird das bisherige Angebot nicht nur fortführen, sondern gezielt erweitern. Neben den niedrigschwelligen Hilfen entstehen 16 Einzelappartements für Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen. Sie sollen dort vorübergehend wohnen können – ohne festen Zeitdruck, aber mit sozialarbeiterischer Begleitung. Ziel ist es, Stabilität zu schaffen und den Übergang in eigenen Wohnraum zu ermöglichen.

„Die Verbindung aus niedrigschwelliger Unterstützung im Alltag und echten Perspektiven durch Wohnen und Beratung ist genau der richtige Ansatz im Umgang mit Obdachlosigkeit“, sagte Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Bürgermeisterin von Berlin, „ein Modell mit Vorbildcharakter, das auch für andere Orte in der Stadt wegweisend sein kann“.

Auch aus dem Bezirk kommt Zustimmung. „Hier in Neukölln entsteht ein Pilotprojekt, das zeigt, wie wir als Gesellschaft mit Armut und Obdachlosigkeit umgehen können – und die Welt ein bisschen besser machen“, sagte Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln.

„Mit dem neuen Standort schaffen wir verlässlichen Raum für Menschen, die Unterstützung benötigen. Gerade angesichts wachsender sozialer Ungleichheit ist es entscheidend, konkrete Lösungen vor Ort umzusetzen“, so Dr. Oliver Unglaube, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Simeon und Sprecher der Geschäftsführung. „Ein sicheres Zuhause, Schutz und gesellschaftliche Teilhabe sind keine Privilegien, sondern grundlegende Rechte, die allen Menschen zustehen“.

Finanziert wird das Projekt maßgeblich vom Kirchenkreis Neukölln, unterstützt unter anderem durch Mittel der Lottostiftung. Bauherr ist der Evangelische Kirchenkreis Neukölln, Träger wird das Diakoniewerk Simeon sein. Bis Ende 2027 soll der Neubau stehen und einen Ort bieten, der niedrigschwellige Hilfe, verlässliche Begleitung und neue Perspektiven unter einem Dach vereint – mitten im Kiez und nah an den Menschen, die ihn brauchen.

Fotos: Kirchenkreis Neukölln

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