„Ich bin Theologin und Seelsorgerin, weil die Theologie dem Glauben immer wieder einen neuen Weg eröffnet und ich das Menschen zusprechen kann, wenn ich seelsorglich eine Wegstrecke mit ihnen gehe.”

 


 

Geboren wurde Viola Kennert 1952 in Santiago de Chile. Sie wuchs auf, wie sie selbst sagt, wie viele Christen heute in unserer Gesellschaft: In einer Minderheitensituation zwischen Geborgenheit in der Gemeinde und Fremdheit in der Gesellschaft, in der Spannung zwischen Armut und Reichtum.

Zum Theologiestudium ging sie nach Deutschland: nach Münster, Tübingen und an die  Kirchliche Hochschule Bethel. 1978 legte sie ihr Zweites Theologisches Examen ab; 1979 wurde sie in Dortmund-Aplerbeck ordiniert. Nach einigen Jahren als Krankenhausseelsorgerin in Dortmund und in der Familienbildung im Kirchenkreis Berlin-Wilmersdorf war sie mehr als zwanzig Jahre als Gemeindepfarrerin tätig, zunächst in der deutschsprachigen Auslandsgemeinde bei den Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg und dann in der Friedensgemeinde in Berlin–Charlottenburg. Als Gemeindepfarrerin hielt sie ihren Horizont immer weit und engagierte sich sowohl im Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD als auch in der Ökumene. Von 2005 bis 2010 leitete sie das Pastoralkolleg der Landeskirche in Brandenburg a. d. Havel und war zugleich Studienleiterin im Amt für kirchliche Dienste (AKD).

Leitung ist für sie "Dienst für andere" und erfordert "den Blick weit zu halten": Die Gemeinde gehört in die Gesamtkirche, „und wir leben in der weltweiten Ökumene“. Als Superintendentin versteht sie sich als leitende Seelsorgerin, Pfarrerin, Wegweiserin und immer Wegbegleiterin für die Vielen, die in den Gemeinden Verantwortung tragen – ob ehrenamtlich oder beruflich, leitend oder mitarbeitend. In Zukunft wird es noch wichtiger sein, dass die Gemeinde Herberge ist - für all jene, die treu in der Gemeinde leben, aber auch für diejenigen evangelischen Christen, denen ihre Kirche ein Stück fremd geworden ist.

Im Kirchenkreis Neukölln sind die Herausforderungen für die Gemeinden sehr unterschiedlich. Für Viola Kennert ist es daher wichtig, dass die evangelischen Christen im Kirchenkreis solidarisch sind und gemeinsam die Aufgaben angehen, die kirchlich und gesellschaftlich vor ihnen liegen, sei es in der Bildung, der Diakonie, dem ökumenischen und dem interreligiöser Dialog, der Stärkung der Gemeinde vor Ort oder kirchlichen Präsenz in der Öffentlichkeit. Hier sollten alle sorgsam darauf achten, das Evangelium fröhlich und klar zu verkündigen.

Viola Kennert ist seit 1980 verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

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