Veröffentlicht am Mi., 2. Aug. 2017 15:06 Uhr

An seinem 275. Todestag, dem 9. August 2017, fand auf dem Böhmischen Gottesacker die Wiederbeisetzung von Johann Liberda statt.

Johann Liberda (1700 - 1742) war Seelsorger böhmischer Glaubensflüchtlinge und konnte am 31. August 1732 auf einer Audienz bei König Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung von Exulanten in Berlin bewirken. Daraufhin wurde er 1738 zum Prediger an der neu errichteten Bethlehemskirche (im heutigen Stadtteil Berlin-Mitte) ernannt.

Seine Gebeine, die dort 1994 bei archäologischen Grabungen gefunden wurden, wurden nun in Neukölln wiederbeigesetzt. Außerdem erinnert jetzt ein Gedenkstein an Johann Liberda. Der Böhmische Gottesacker ist damit einmal mehr als Ort der tschechischen Geschichte in Berlin sichtbar.

Die Gedenkveranstaltung in Neukölln begann um 11 Uhr im Saal der Ev.-reformierten Behtlehemsgemeinde (Richardstr. 97), setzte sich fort mit musikalischen Beiträgen vor dem Saal der Ev. Brüdergemeine (Kirchstr. 14-17) und vor der Bethlehemskirche der Ev. Kirchengemiende Rixdorf (Richardplatz 22) und endete um ca. 12.15 Uhr mit der Wiederbeisetzung auf dem Böhmischen Gottesacker in der Kirchhofstraße.

Foto: Wikimedia CC BY SA 3.0

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